Die erste Internationale Konferenz des Globalen Rahmenwerks für Chemikalien

Die Verschmutzung durch schädliche Chemikalien und Abfälle zählt neben Klimawandel und Biodiversitätsverlust zu den großen globalen Umweltkrisen unserer Zeit. Gefährliche Chemikalien belasten Menschen und Umwelt weltweit – über Produkte und Produktionsprozesse, Wasser, Luft und Böden bis hin zu Abfällen. Die drei Umweltkrisen wechselwirken und verstärken sich gegenseitig.

Vor diesem Hintergrund findet vom 16. bis 20. November 2026 in Genf die erste Internationale Konferenz (IC1) des Global Framework on Chemicals (GFC) statt – die Weltchemikalienkonferenz. Drei Jahre nach der Verabschiedung des UN-Rahmenwerks in Bonn geht es nun um die entscheidende Frage: Wie wird aus den international vereinbarten Zielen konkrete Politik – und kann das GFC tatsächlich dazu beitragen, Menschen und Umwelt weltweit besser vor schädlichen Chemikalien und Abfällen zu schützen?

Im Schatten der Weltklimakonferenz, die parallel in Antalya mit vielen zehntausend Teilnehmer*innen stattfindet, rückt in Genf die dritte große globale Umweltkrise in den Fokus: die Verschmutzung des Planeten durch Chemikalien und Abfälle.

Das Global Framework on Chemicals ist ein wichtiges internationales Rahmenwerk für ein sicheres und nachhaltiges Chemikalienmanagement. Sein besonderer Stellenwert liegt in seinem breiten Ansatz: Anders als internationale Übereinkommen, die sich auf bestimmte Chemikalien oder Problemfelder konzentrieren, nimmt das GFC alle Quellen toxischer Verschmutzung in den Blick und kann auch Stoffe und Herausforderungen adressieren, für die bislang keine ausreichenden internationalen Regelungen bestehen.

Bei der IC1 werden wichtige Weichen für die Umsetzung des GFC gestellt: Welche Themen erhalten international Priorität? Wie sollen die vereinbarten Ziele erreicht werden? Und woher kommen die notwendigen finanziellen Mittel? Von diesen Entscheidungen wird wesentlich abhängen, welche Wirkung das 2023 vereinbarte Rahmenwerk in den kommenden Jahren entfalten kann.

Zu den zentralen Themen gehören PFAS, EDCs, Chemikalien in Produkten, hochgefährliche Pestizide  und andere besonders besorgniserregende Chemikalien. Neben dem offiziellen Startschuss für die Globale Allianz zu Hochgefährlichen Pestiziden steht die Verabschiedung des vereinbarten Gender-Action-Plans auf der Tagesordnung.

Mehr Informationen, erste Resolutionen und einen Zeitplan können hier eingesehen werden:


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Gemeinsam mit dem GFC für eine Welt frei von schädlichen Chemikalien und Abfällen